Samstag, 19. Juli 2014

Einmal nach Indonesien...hin & retour!

Wieder Zeit für einen Länderwechsel – da wir noch ein Zeitfenster von ein paar Tagen bis zu unserem nächsten Flug hatten, entschieden wir uns für einen Abstecher auf die Insel Sumatra, im Nachbarland Indonesien. Von Malakka nahmen wir die Fähre nach Dumai - 2 Stunden Flussweg von Malaysia entfernt. Angekommen am Hafen, erwartete uns eine Schweinehitze.
Jetzt erstmal alles mit der Ruhe – doch kaum waren wir in der Empfangshalle des Hafens, hieß es, dass wir für unser Visa zahlen müssen & dies war gar nicht so billig, vor allem nicht für indonesische Verhältnisse. Na gut, die ganzen Formalitäten wie Passkontrolle und Einreisestempel liefen eher sporadisch ab. Begleitet wurden wir die ganze Zeit von einem sehr aufmerksamen Indonesier, der uns gleich seinen Taxi-Service ins „Stadtzentrum“ anbot. Da weit und breit sonst auch nichts war, blieb uns nichts anderes übrig, als dem Angebot zu folgen. Kurz darauf fuhr auch schon unser „Taxi“ vor. Wir freuten uns auf ein klimatisiertes Auto, stattdessen bekamen wir ein schwindliges Moped ohne Seitenspiegel. Zudem war eine wacklige, fragwürdige Holzkiste an der Seite der Maschine befestigt, was zugleich auch unser Sitzplatz sowie Kofferraum für unsere 2 fetten Rucksäcke waren. Weiters, konnte unser Chauffeur kein einziges Wort Englisch. Na dann – gute Fahrt! Die Straßen waren in einem noch schlechteren Zustand als wir es bereits aus Thailand kannten – dies schien unserem Taxifahrer jedoch nicht aufzufallen. Er steuerte volle Gas auf jedes Schlagloch zu - gut Festhalten war angesagt! Wir waren positiv überrascht, dass unsere Kiste dies allem standhielt. Unser aller erster Stopp war dann auch schon der Bankautomat, da wir wieder eine neue Währung brauchten. Unsere erste Abhebung machte uns auch sogleich zu Millionären, denn 1.000.000 Indonesische Rupie sind umgerechnet ca. 63 Euro. Weiter geht's! Zu diesem Zeitpunkt war uns noch nicht bewusst, wie lange unsere Reise bis an unser Ziel noch dauern wird. Auf dem Weg zur unscheinbaren Reiseagentur, wurden wir von verwunderten Blicken der Einheimischen auf der Straße verfolgt. Gott sei Dank heil angekommen – hier erhielten wir unser Ticket nach Bukittinggi. Dieses Fleckchen war das Nächstliegendste, das uns empfohlen wurde zu besichtigen. Gebucht! Bis zur Abfahrt waren es jedoch noch einige Stunden hin, inzwischen gab es für uns ein super leckeres Mittagessen für ca. 1€ und die Portion war riesig. Unser einziger englischsprechender Tourguide, welcher uns auch das Taxi anfangs organisierte, informierte währenddessen seinen Bruder, ein Lehrer in Dumai. Dieser begrüßte uns wenig später und lud uns in seine Englisch-Sprachschule ein, wo wir uns die restliche Wartezeit mit seinen Töchtern im Klassenzimmer bei einer Tasse Tee unterhielten. Um ca. 17:00 war es dann endlich soweit und wir starteten mit unserem Mini-Van. Wir rechneten mit ca. 7–9 Stunden Fahrzeit, eine genaue Auskunft gab es nämlich nicht! Daraus wurden lange 12 Stunden in einem vollgepackten Kleinbus, in dem kein Wort Englisch gesprochen wurde, es zu einigen brenzligen Situationen auf der Straße kam & der Schlaf sowieso ausblieb. Um 5 Uhr in der Früh brachte man uns nach einem Fahrzeugwechsel doch noch zu einer Unterkunft, wo wir wenigsten ein paar Stunden Schlaf nachholen konnten. Frisch und munter, ca. 4 Stunden später gönnten wir uns erstmal ein 3-gängiges Deluxe-Frühstück für ca. 2€. Diese Insel ist definitiv der billigste Stopp auf unserer Reise.
Den restlichen Tag verbrachten wir zuerst im Dunkeln im Goa Jepang (Japanese Cave) und einer ausgiebigen Wanderung im Sianok-Canyon inklusive einem Lagerfeuer. Abends waren wir dann noch bei der Tanzshow am Dorfplatz, wo wir wieder zur Hauptattraktion wurden. Die ungewollte Aufmerksamkeit der Einheimischen war uns dann doch etwas unangenehm! Gut erholt machten wir an unserem nächsten und zugleich auch schon letzten Tag einen Ausflug zum Lake Maninjau. Der See befindet sich in einem vulkanischen Einbruchskessel, einer Caldera - dessen Kraterrand 600 m über dem Seespiegel von 459 m liegt. Ein Einheimischer war sogar so nett und gab uns noch gratis Übungsstunden fürs Kanufahren. Einen weiteren Besuch legten wir bei einem Silber-Shop ein, welche in dieser Gegend vielzählig vorkommen. Hier wird der Schmuck noch durch reinste Handarbeit hergestellt. Hocherfreut nach den vielen tollen Erlebnissen in der doch kurzen Zeit ging’s wieder auf eine 12-stündige, schlaflose Erlebnisfahrt mit dem Minivan retour. Diese toppte die Hinfahrt nochmal um einiges…leider nicht im positiven Sinne! Unser Lenker versuchte nach der Reise noch zu retten was zu retten war. Er gab sein Bestes, um den demolierten Waagen mittels einem Schraubenzieher zu präparieren – damit die nächste Fahrt auch so "reibungslos" wie die unsere verläuft. Die Krönung unseres Indonesien-Trips!!! Da war die Rückreise nach Malakka auf der Fähre schon um einiges entspannter. "3 Nächte (2 davon schlaflos) und 2 Tage" – eindeutig zu kurz für ein so interessantes und vielseitiges Land, doch ein Grund um definitiv wieder hierher zu kommen!

Kommentare:

  1. oje.. klingt noch nar deluxe fahrt! coole story!!

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