Donnerstag, 7. August 2014

Heading through the OUTBACK

Auf geht’s ins Outback – das Zentrum Australiens, fernab der Zivilisation und Heimat der Ureinwohner. Die trockene Oase umfasst beinahe 3 Viertel der Fläche Australiens. Unsere Route führte uns vom Staate "South Australia" über das "Northern Territory". Nach etlichen Kilometern und Stunden,  weit und breit kein Verkehr und Stille (kein Radioempfang) war unser erster Stopp...

...COOBER PEDY -  selbsternannte Opal-Hauptstadt der Welt und das mitten in der Wüste. Die extremen Sommertemperaturen und der Opal-Abbau führten dazu, dass die meisten Einwohner in unterirdischen Wohnhöhlen, sogenannten „Dugouts“ leben. Dazu findet man eine Kirche, Museen sowie Restaurants und Kaffees unter der Erde. Wirklich spektakulär und angenehm kühl :) 

Ein weiterer Abstecher führte uns noch zu den „Breakaways“ – total coole Felsformationen, dass man glaubt man wäre auf dem Mond. Daher wurde dieser Background auch schon für einige bekannte Filme verwendet, um den Mond darzustellen.

Danach ging's dann schon weiter nach Yulara, unser Ausgangspunkt für den Ayers Rock (Uluru) – eines der bekanntesten Wahrzeichen Australiens. Da es am 1 Tag relativ bewölkt war, statteten wir zuerst den „Olgas“, welche ca. 30 km vom Uluru entfernt sind, einen Besuch ab. Sieht echt interessant aus, wie sich diese Felsformationen zusammengefügt haben. Nach mehreren kleinen Wanderungen rund um die Gruppe von 36 kleineren Bergen, machten wir dann pünktlich zum Sunset halt vor dem Ayers Rock. Den Sunrise ließen wir uns natürlich auch nicht entgehen. Wir starteten um 5 Uhr in der Früh zeitlich drauf los, um im Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark zu sein. Echt lässig wie dieser riesen Felsbrocken immer wieder seine Farbe wechselt, wobei er zu Sonnenaufgang und Sonnenuntergang immer am schönsten leuchtet. Anschließend wanderten wir noch die ca. 10 km einmal komplett um den Inselberg herum. Man kann sogar auf den 350m hohen Sandstein raufklettern, was wir jedoch nicht machten! Für die Ureinwohner Australiens ist der Berg nämlich heilig und diese haben eine klare Bitte darauf zu verzichten.



Unser nächstes Ziel nannte sich „King’s Canyon.“ Ein paar weitere Stunden im Auto später , kamen wir auch schon in der landschaftlichen  Idylle an. Für die Wanderung war es bereits zu spät – also suchten wir uns einen schönen Campingplatz und kochten uns mal wieder was Leckeres auf unserem Gaskocher :-). In den frühen Morgenstunden starteten wir gleich los zum RIM Walk (ca. 6 km) – nach einigen steilen Stufen in die Höhe, erreichten wir quasi das Plateau auf dem man um den gewaltigen Canyon (riesige Felsschlucht) wandern kann. Von hier aus hat man eine wahnsinns Aussicht! Die roten und teils weißen Felsformationen waren einst Sanddünen, die sich über die Jahre schichteten und durch Wasser & Temperatureinflüssen härteten - kaum zu glauben. 

Anschließend verbrachten wir 2 Tage in ALICE SPRINGS, welche mit ca. 25.000 Einwohnern die 2. größte Stadt von Northern Territory ist.  Auf Grund der Lage (Mitte Australiens)  ist sie auch das urbane Zentrum des Outbacks. Wenn man in die Stadt hinein fährt, vergisst man fast, wo man sich eigentlich gerade auf der Weltkarte befindet, da es viele Grünflächen,  Blumen, Bäume und Parks gibt. Umgeben von der MacDonnell Range, ist die Stadt mehr oder weniger um 4 Shopping Malls aufgebaut mit einigen coolen & ausgefallenen Bars drum herumSpätestens hier trifft man auf zahlreiche Aborigines, welche Großteils arbeitslos und oft angetrunken sind. Dies machte die sonst wirklich nette Stadt, vor allem abends etwas gruselig.  Rund um die Uhr wird jedoch alles von den Polizisten überwacht. Man musste wirklich darauf achten, wo man sein Auto abstellt, da Überfälle hier keine Seltenheit sind.  Da es sonst nicht allzu viel zu tun und sehen gab, nahmen wir spontan noch Didgeridoo-Stunden. Wir haben es sogar geschafft, ein paar echte „Didgeridoo-Töne“ zu erzeugen, das war‘s dann leider aber auch schon. Es ist wirklich schwerer als es aussieht! Aber Hauptsache Spaß und Übung macht ja den Meister!!

Ca. 400 km später hielten wir bei den "Devil’s Marbles". Wirklich massive, runde Felsen, die einfach so neben der Straße aufeinander rumliegen. In Tennant Creek stockten wir noch unser Proviant für die kommenden Tage auf und danach ging’s weiter Richtung Norden, wo wir auch noch bei den "Pebbles" stoppten – die etwas kleinere Version der Devil's.

Nach 10 Tagen, ca. 3200 zurückgelegten Kilometer und viel Zeit mit unserem Toni (PS: fährt übrigens noch immer! ;)) in der freien Natur, näherten wir uns dem Ende unserer Outback-Desert-Tour. Zum krönenden Abschluss fanden wir zufällig noch einen wirklichen Geheimtipp in  Mataranka. Ein Thermal Pool mitten im Wald – Natur pur und Relaxing vom Feinsten.  Ein total nettes Campingareal schließte etwas entfernt daran an - hier war einiges an traditionellem Australischem-Flair geboten. Bei Lagerfeuer, musikalischer Unterhaltung einer Didgeridoo-Band und einer Show mit der Peitsche gönnten wir uns noch ein Cider! :) CHEERS!

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