Freitag, 17. Oktober 2014

Welcome to New Zealand - Feels like home :)


Abflug Sydney - neues Ziel = Christchurch/NZ. Da es uns langsam zu warm in Australien wurde, dachten wir, starten wir mal wieder in die Kälte. Nach einem 3-stündigen Flug kamen wir bei 11° Grad auf der Südinsel Neuseelands an. Als wir die schneebedeckten Berge überflogen dachten wir, wir fliegen nach Hause! Da wir relativ spät ankamen, machten wir uns gleich auf die Suche nach einer Unterkunft & auf ins Stadtzentrum, um noch schnell was zu essen zu kaufen. Doch das war gar nicht so einfach, da Christchurch vor 3 Jahren ein starkes Erdbeben traf, wo ca. 190 Menschen starben und es das Zentrum ziemlich in Trümmer legte. Die Renovierungsarbeiten dauern noch immer an und die Stadt ist daher auch so gut wie ausgestorben. Am nächsten Tag machten wir uns nochmal bei Tageslicht ein Bild, doch außer einer riesigen Baustelle war hier nicht viel zu besichtigen. Wahnsinn welche Spuren so ein Beben hinterlässt!
 














Wirklich schade - doch dann schauten wir uns etwas außerhalb des Zentrums um. Hier konnte man mit einer Gondel auf den Mount Cavendish hoch fahren. Da man auch wandern konnte, wählten wir natürlich die sportliche Variante. Das war dann wirklich der Zeitpunkt, wo wir uns wie daheim fühlten. Der 360° Ausblick von der Bergstation über die Stadt war wirklich schön und man konnte auch den Lyttelton Hafen auf der anderen Seite besichtigen. Am Rückweg erkannten wir dann, dass außerhalb des Zentrums schon etwas mehr los ist. Nach 2 Tagen in Christchurch ging es für uns schon wieder weiter auf den STRAY-Bus, für welchen Tamara  das Busticket bereits in Australien gewonnen hat und  uns daher für diesen Reisetransport in Neuseeland entschieden haben. Die Organisation bietet einen Hop-on / Hop-off Service an...mehrere Busse fahren zu den Hotspots im ganzen Land und man kann selber entscheiden wo & für wie lange man aussteigen will und dann hüpft man einfach wieder in den Bus wenns weiter gehn soll. Außerdem wird immer eine Unterkunft organisiert, wo man über Nacht bleibt und man bekommt dazu Tipps, welche Aktivitäten man unbedingt in der Region machen sollte. Unser erster Stopp war Kaikoura und unsere erste Aktivität lautete „dolphin swimming“. Nach einer kurzen Einschulung, schlüpften wir in die Neopren-Anzüge und schon ging’s ausgerüstet mit Unterwasserkamera aufs Boot. Bei Sonnenschein genossen wir die tolle Bootsfahrt und nach kurzer Zeit sahen wir auch schon die ersten Delphine an uns vorbeischwimmen. Doch noch zu wenige, um einen Stopp einzulegen.  Nach 2 Stunden versprach uns der Kapitän, dass wir nun auf eine wirklich gute Stelle zusteuern und er ließ das Boot langsamer werden. Nach mehrmaligen Versuchen das Boot wieder zu starten, erwartete uns dann doch eine kleine Planänderung. Der Motor wollte irgendwie nicht mehr anspringen – auch nach dem Durchchecken konnte die Crew das Problem nicht beheben. Plan B: Nun hieß es auf Hilfe warten! Mitten im Ozean – auf einem etwas kleineren Boot bei ziemlich starkem Wellengang.
Die Folge war, dass so ziemlich alle an Bord Seekrank wurden und es dauerte nicht lange, bis sich die ersten übergaben. Bei solchen Verhältnissen kann die Warterei richtig lang werden. Ganze 2 weitere Stunden verbrachten wir auf dem Meer und auch wenn einem die Schwankungen nicht so viel ausmachten, wurde einem allein von dem Geruch schon schlecht. Die Crew versuchte wirklich alles, um es uns so angenehm wie möglich zu machen. Alle Passagiere versuchten sich so gut wie möglich nicht zu bewegen & sich irgendwie abzulenken. Es wurden dann noch Ingwer-Nuss-Kekse ausgeteilt, die sollen anscheinend gegen Übelkeit helfen – doch diese waren steinhart und verbessert haben die nicht wirklich was! Nach einer Weile, kam dann doch ein Rettungsboot, welches uns bei unserer Panne weiterhalf. Nach ca. 5 Stunden konnten wir dann endlich wieder festen Boden betreten – Gott sei Dank! Das ganze Team entschuldigte sich bei uns für die Unannehmlichkeit, wir bekamen unser ganzes Geld zurück und sogar eine gratis DVD von den ca. 5 Fotos die wir mit der gemieteten Unterwasserkamera schossen...2 davon sind vom Meer und der Rest vom Boot mit den seekranken Passagieren und einem Kübel in der Hand :D Weiteres gab’s dann noch Kuchen & Kaffee für uns Armen. Da wir uns noch ein wenig mit der Crew unterhielten und erzählten, dass wir sowieso die Runde machen und es vielleicht nochmal probieren möchten, bekamen wir einen gratis Voucher für das nächste Mal – also eigentlich ein guter Deal für den sich die Strapazen gelohnt haben!!! In Kaikoura blieben wir nur eine Nacht. Am folgenden Tag starteten wir schon wieder weiter nach Picton, wo wir vom Bus abhüpften. Ein wirklich nettes Örtchen mit einem so gemütlichen Hostel, wo es einen Whirlpool gab und sogar einen Nachtisch für alle – homemade apple crumble with ice-cream :D mmmh! Am Nachmittag machten wir eine Wanderung mit einigen, die wir im Bus kennenlernten und auch hier stoppten. Der Weg war wirklich traumhaft und wir hatten viel Spaß mit unserer Truppe. Nach der fleißigen Wanderei kochten wir alle gemeinsam. Schmeckt besser & kommt uns alle viel billiger. Irgendwo muss man ja sparen bei den sau teuren Aktivitäten hier. Mit Leihfahrrädern starteten dann einige von uns noch auf eine kurze Radltour zum Hafen. Mittags holte uns dann schon wieder der nächste Bus ab, wo wir wieder aufhüpften Richtung Nelson. Hop on / Hop off :)



1 Kommentar:

Travelmap