Dienstag, 11. November 2014

Zurück zum Ursprung - Meet & Greet mit den Maoris


 













Nach ein paar tollen Tagen in Auckland hüpften wir wieder auf den Bus und diesmal ging’s nach Raglan, einem kleinen Surferort im Westen der Nordinsel. Zum ersten Mal war unser Busfahrer eine Frau - und in diesem Fall müssen wir leider bestätigen, dass Frauen und Busse nicht unbedingt zusammen passen. Nach ca. drei “beinahe Unfälle“ kamen wir dann endlich heil in unserer Unterkunft an: „The Sleeping Lady Lodge“.  Das Hostel befand sich ein wenig abgelegen auf der anderen Seite der Stadt, umgeben von nichts außer Natur und super Aussicht aufs Meer - echt tolle Lage. Anna, unsere Busfahrerin brachte uns runter an den Strand, von wo wir dann wieder ca. eine halbe Stunde retour zu unserem Lodge marschierten.  Der Weg stellte sich als ziemlich „steinig“ heraus…siehe Foto. Und so ging’s fast den ganzen Weg entlang des Strandes. Doch wir waren trotzdem schneller als die anderen, die wieder mit dem Bus zurückfuhren. Angekommen machten wir noch einen kleinen Stopp bei dem „Inspiration Lookout“, von wo man einen atemberaubenden Blick auf das Meer und den Strand hat. Und es könnte nicht besser sein…schien hier auch gerade die Sonne und wir genossen ein paar entspannte Minuten und natürlich sammelten wir  neue Inspiration! Nicht genug für uns. Auch den Bush Walk, rund um das Lodge stand noch auf unserem Programm. Ungefähr 1h ging’s durch den Wald – wirklich nur Wald & Busch. Von gerichteten Wegen keine Spur...es sah so aus, als ob es hier einen größeren Windsturm gegeben hat. Bäume und Palmen lagen nur so rum und man musste teilweise unten oder oben drüber, doch natürlich kein Problem für uns.  Unsere Busfahrerin tischte uns dann abends ein tolles BBQ  mit Beilagen und Salaten auf.  Und wir müssen sagen, kochen kann sie!  Lecker Schmecker! Mit vollen Bäuchen ging’s dann noch mal on tour! Da es bereits dunkel war, machten wir uns auf den Weg zu einer besonderen Stelle, wo man Glühwürmchen sehen kann, ganz viele – echt cool und das nur wenige Minuten vom Hostel entfernt. An unserem zweiten Tag in Raglan entschieden wir uns ein wenig näher ins Stadtzentrum zu ziehen. Also siedelten wir für unsere 2 weiteren Nächte ins „Raglan Backpackers“. Ein wirklich tolles Hostel, wo man sich wie zu Hause fühlt.  Schöne, voll ausgestattete Küche mit rießem BBQ Grill & Pizzaofen! Obendrauf konnte man noch gratis Kajaks ausleihen und die Matratzen im Zimmer waren beheizt - ein Traum für jeden Backpacker! Raglan ist der Hotspot für Surfer in Neuseeland. Viele schwören darauf, dass es hier die besten Wellen gibt! Da wir jedoch unsere Surflessons schon in Australien gemacht haben, entschieden wir uns für einen Kajak-Trip rund um den See. Weiteres kann man hier auch einige tolle Walks machen, welche wir auch für unsere Jogging-Route nutzten.  Raglans Zentrum besteht hauptsächlich aus einer Straße, wo man aber viele gemütliche Cafés & Shops auffindet. Definitiv ein Plätzchen zum länger bleiben! 
Da jedoch noch einiges auf unserem Reiseplan steht, mussten wir nach 3 Nächten schon wieder weiter: Nächster Halt: Mourea – unser erster Cultural Stopp. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch bei den "Waitomo Caves". So lässig, die Höhlen sind unterirdisch und von der Erdoberfläche konnte man gar nicht glauben, was sich unter der grünen, hügeligen Wiese abspielt. Ausgerüstet mit extrem dicken Neoprenanzügen, Gummistiefeln und Helm mit Licht starteten wir drauf los. Durch eine enge Felsspalte ging’s über eine Leiter runter ins Dunkle und gleich mal voll ins eiskalte Wasser. Erstmal Stirnlampe an, sonst sieht man ja hier nix. Durch knietiefes Wasser wateten wir mal drauf los mit unserem Guide. Dieser führte uns ca. 3 Stunden durch die Höhlen. Von lässigen Steinformationen, altem Holz welches wie Stein aussieht, raften in einem Gummireifen und Jumps von Felsen war alles dabei. Obendrauf gab's auch noch eine gratis Schlammpackung :D Nach unserem Schwimmpart im a....kalten Wasser gab’s eine kurze Pause mit heißem Orangensaft und Schokolade – das brauchte man auch danach dringend zum Aufheizen. Doch das absolute Highlight war, als wir unsere Lampen ausmachten. Auf einmal erstrahlte die Unterwelt mit lauter Glühwürmchen. Ein atemberaubendes Erlebnis – die Würmchen funkelten wie Sterne rund um uns herum. Traumhaft schön!
Durch eine weitere seeehr enge Felsspalte kletterten bzw. krabbelten wir uns dann Richtung Ausgang. Als wir dann wieder Tageslicht erblickten, schauten wir noch auf das Feld zurück, welches wir gerade unterirdisch durchquert haben – UNGLAUBLICH! Das „Tumo-Tumo Tubing“ sollte man wirklich mal gemacht haben - doch danach freuten wir uns riesig auf unsere heiße Dusche! Nach der Aktion starteten wir dann weiter zum Maori Dorf. Kurz vor Mourea empfingen uns dann 2  Maori, unsere Gastgeber.  Sie begrüßten uns herzlich mit einem lauten „Kia Ora“ (Maori für: Hello, Welcome, Thank you…mehrere Bedeutungen) Sie erzählten uns einiges über ihre Familie bzw. ihren Stamm und gemeinsam fuhren wir dann zu den „Okere Falls“, den höchsten kommerziell genutzten Wasserfall fürs Rafting mit 7 Metern. Sowohl das Wasser und das Land gehört dem Stamm der Maori-Familie. Als wir dann in Ihrem Zuhause ankamen, gab es zuerst einige traditionelle Rituale zu erledigen. Wenn man zum ersten Mal dieses Grundstück betritt, wird man zuerst gesegnet.  Die Frauen betreten vor den Männern das Haus, da in dieser Kultur die Frauen einen höheren Wert haben, da sie etwas Können, was die Männer nicht können…nämlich Kinder gebären! Nach der Begrüßung und dem Segen gab‘s ein großes Festmahl (Roast-Dinner) nur für uns! Mit vollem Bauch konnten wir uns entspannen und nebenher eine Aufführung von verschiedenen traditionellen Tänzen und Liedern der Maoris genießen. Sehr Powervoll! Einer der Tänze („Hacker“) wird auch vom NZ-Rugby Team „All Backs“ zur Eröffnung jedes ihrer Spiele getanzt, um die Gegner einzuschüchtern, und wir finden, das funktioniert auch ziemlich gut. Nach der Show mussten auch wir unser Können unter Beweis stellen. Die Männer lernten den „Hacker“ und wir Damen den sogenannten „Poi“, wo man mit Schaumstoffbällen tanzt und dabei versucht gut auszusehen! :D Ein wirklich gelungener Abend. Nun war es Zeit unsere Unterkunft zu beziehen. Der komplette Bus (ca. 40 Leute) war in einem Raum untergebracht…ein großes Matratzenlager!! Einer der älteren vom Stamm erzählte uns noch einige Geschichten und beantwortete noch so manche Fragen bevor wir uns dann in unsere Schlafsäcke kuschelten. Eine wirklich sehr interessante und spannende Kultur! 
Na dann…..GUAT‘S NÄCHTLE!!!






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Travelmap